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BIG-SPIELWARENFABRIK

Die Geschichte der BIG-SPIELWARENFABRIK begann 1923 mit der Gründung einer Metallwarenfabrik durch die Brüder Höfler. Blechspielzeug und Hosenknöpfe aus Blech waren die ersten Produkte der BIG-SPIELWARENFABRIK. Im Jahre 1954 übernahm der Dipl.-Ing. Ernst A. Bettag mit nur 24 Jahren die Geschäftsführung der Firma  Johann Höfler. Er beschied der Firma schon im gleichen Jahr die erste Erfolgsgeschichte, mit der Blechauto-Serie "Racing-Car" brachte er einen Millionen-Seller auf den Markt. Innerhalb nur weniger Monate wurden von "Racing-Car" 1,2 Millionen Autos zum Stückpreis von DM 1,20 verkauft.

Ernst A. Bettag erkannte damals aber schon das Ende der Blechspielzeug-Ära und den Beginn des Kunststoff-Zeitalters. Innerhalb weniger Jahre wurde bei BIG daher die komplette Produktion von Blech auf Kunststoff-Produkte umgestellt. Die alten Blechpressen wurden nach Indien verkauft. Damit begann auch eine beispielhafte Expansion vom Kleinbetrieb zum Weltunternehmen. Die Firma Höfler und später die BIG-SPIELWARENFABRIK waren somit Pioniere bei der Entwicklung und Vertrieb von Spielwaren aus Kunststoff und von Anfang an dabei, als der unaufhaltsame Siegeszug der Kunststoff-Konsumartikel begann.

 

Das heutige Markenzeichen der BIG-SPIELWARENFABRIK, den berühmte BIG-Büffel gibt es aber erst seit 1966. Das erste Produkt mit dem mittlerweile weltbekannte "Wappentier" der Marke war ein Spielzeug Boot, dass für DM 1,95 innerhalb weniger Wochen 350.000 Mal verkauft wird.

Im Jahr 1972 bringt die BIG-SPIELWARENFABRIK mit dem BIG-BOBBY-CAR ein legendäres Spielzeug auf den Markt. Auf der Nürnberger Spielwarenmesse rollte der winzige Flitzer erstmals in das Schein-werferlicht der Öffentlichkeit, geformt aus 1500 Gramm witterungsbeständigem, leuchtend rotem Kunststoff-Granulat. Das BIG-BOBBY-CAR entwickelt sich zum meistgekauften Kinderfahrzeug aller Zeiten, der BIG-BOBBY-CAR ist Liebling von Millionen Kindern in aller Welt und wurde mehr als 16 Millionen Mal produziert. Mittlerweile rollt der BOBBY-CAR in den verschiedensten Versionen vom Band: als BIG-FIRE-BOBBY-CAR, im Polizei-Look oder als BIG-BOBBY-CAR-AMBULANCE.

1975 bringt die BIG-SPIELWARENFABRIK ein Konkurrenzprodukt zu PLAYMOBIL, das PlayBIG heraus, die Männchen sind mit 10 Zentimetern nur etwas größer als die Spielzeugmännchen bei PLAYMOBIL. Bei den Spielwelten wird nochmals nachgeschaut, hier wird der gleiche Themenbereich mit Bauarbeitern, Ritter und Indianer verwendet. Etwas später gibt es dann allerdings Moderne Soldaten und viel früher als bei PLAYMOBIL eine Wikingerserie. Der Hersteller der PLAYMOBIL Männchen, die bekannte geobra Brandstätter GmbH & Co.KG zieht vor Gericht um zu klären ob die PlayBIG Männchen ein Plagiat seines eigenen Männchen oder ein individuelles Produkt ist. Nach drei Jahren und verlorener ersten und zweiten Instanz gewinnt die BIG-SPIELWARENFABRIK den Rechtsstreit, letztlich aber war alles umsonst, die Kinder haben längst entschieden und hier hat sich das Konkurrenz- Produkt der Zirndorfer geobra Brandstätter GmbH & Co.KG am Markt durchgesetzt. 1978/1979 wird die Produktion der PlayBIG Männchen eingestellt.

1985 präsentiert die BIG-SPIELWARENFABRIK nach zwei Jahre dauernder Entwicklung den Kinder-Traktor BIG-JOHN. Das Besondere an diesem robusten Tretfahrzeug ist die realistisch funktionierende Ladeschaufel. Der Kindertraktor BIG-JOHN ist heute in einer Vielzahl von Modellvarianten und mit einem breiten Zubehör-und Anhänger-Programm einer der wichtigsten Umsatzträger im BIG-Sortiment. Dafür gibt es reichlich Zuspruch, eine Vielzahl von internationalen Preisen dokumentiert die Sonder-stellung des BIG-JOHN im Weltmarkt, darunter der WHAT TOY AWARD, der "Spielwaren-Oscar" der renommierten britischen National Toy Libraries Association.

Am 9. April 1998 dann die Katastrophe, wegen eines durch einen technischen Defektes verursachten Brandes wurde das BIG-Werk in Fürth-Stadeln innerhalb weniger Stunden ein Raub der Flammen. Trotz massivstem Feuerwehreinsatz vernichtete das Feuer den gesamten Maschinenpark, die Fertigungs-straßen, einen Großteil der wertvollen Formen, den BIG-Showroom. Die nächsten Wochen waren schlimm, trotz gefüllter Auftragsbücher stand die Fertigung still. Über viele Wochen konnten die Kunden nur aus Lagerbeständen beliefert werden. Doch die Handelspartner und die Kunden hielten BIG in dieser schwierigen Zeit der Unternehmensgeschichte die Treue und sogar Mitbewerber boten an, BIG über die Produktionsengpässe zu helfen. Aber bereits ein halbes Jahr nach diesem Unglück war die Kern-Produktpalette zu 80 % ohne große Zeitverzögerung wieder lieferbar. Schon im Dezember 1998 wurden mehr BIG-BOBBY-CAR angefertigt als vor dem Feuer.

Am 21. April 2003 dann stirbt im Alter von 74 Jahren der Firmengründer und langjährige Alleininhaber der BIG-SPIELWARENFABRIK Dipl.-Ing. Ernst A. Bettag. Mit seiner voraus denkenden Unternehmer-philosophie, seinen Visionen und dem unglaublichen Mut, auch gerade in wirtschaftlich schweren Zeiten neue Wege zu gehen, hat Ernst A. Bettag BIG als ein international anerkanntes Unternehmen etabliert.

Heute gehört die BIG-SPIELWARENFABRIK zur weltweit erfolgreichen Simba-Dickie-Group.

 

 

 

 

 

Kategorie Spielzeug Marken - Die Geschichte der BIG-SPIELWARENFABRIK - Simba-Dickie-Group.