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Sammelleidenschaft -
Jagen und Sammeln gehört
zu den Urinstinkten des
Menschen. Hat es sich
dabei in der
Vergangenheit in erster
Linie um Nahrungsmittel
gehandelt, sammelt der
moderne Mensch in
unserer
Industriegesellschaft
nun vorwiegend
Gegenstände aller Art.
Jeder kennt den
Briefmarken- oder
Münzensammler, ein bei
Männern sehr beliebtes
Hobby und viele Frauen
sind für ihren
"Schuhtick" bekannt, d.
h. sie horten zu Hause
oft bis zu mehrere
hundert Paar Schuhe in
allen nur erdenklichen
Farben und
Stilrichtungen. Es gibt
jedoch auch
Zeitgenossen, die
Spielwaren sammeln.
Begehrte Sammelobjekte
bei Männern sind oft
Eisenbahnen und Frauen
sammeln mit Vorliebe
alle nur erdenklichen
Puppen u. ä.
Die Industrie forciert
die Sammelleidenschaft
des Menschen oft
dadurch, dass sie durch
sogenannte limitierte
Auflagen die Produktion
bestimmter Gegenstände
künstlich verknappt.
Jedoch findet der
Sammler die Objekte
seiner Begierde oft auch
in Tauschbörsen, auf
Flohmärkten, Auktionen
und nicht zuletzt auch
neuerdings im Internet.
Dieses Hobby kann
durchaus positive
Auswirkungen auf den
Einzelnen haben:
- Es dient der
Entspannung und
Weiterbildung.
- Der Sammler kann sich
mit Gleichgesinnten
austauschen und erfährt
durch sie Anerkennung
für seine Sammlung.
In psychologischer
Hinsicht hat die
Sammelleidenschaft
jedoch auch negative
Aspekte:
- Manche Menschen
sammeln Gegenstände zur
Bewältigung
unterdrückter Ängste und
leben durch dieses
Besitzdenken ihren
Dominanztrieb aus.
- Andere versuchen damit
einen Mangel zu
kompensieren,
beispielsweise hat
jemand in der Kindheit
Armut erfahren oder
mußte z. B.
Kriegserlebnisse
verarbeiten.
- Viele sind auch durch
den Alltag überfordert
oder haben Angst vor
sozialen Kontakten. In
diesen Fällen gibt ihnen
die Sammlung Sicherheit,
da das Ganze
überschaubar bleibt.
Wissenschaftler haben
festgestellt, dass die
Sammelleidenschaft des
Menschen am stärksten in
der Kindheit ausgeprägt
ist, doch werden auch
Erwachsene davon
gepackt.
Wenn die Leidenschaft
für das Sammeln
bestimmter Gegenstände
dann ausufert und ein
Mensch nur noch für
seine Sammlung lebt,
spricht man von
Sammelwut. So gibt es
beispielsweise
erwachsene Frauen, deren
Wohn- und Schlafzimmer
mit zahllosen Puppen
jeglicher Größe übersät
ist; dies hat sicherlich
schon manchen Mann beim
Anblick der
Puppensammlung in die
Flucht geschlagen.
Viele haben bestimmt
auch schon den Begriff "Messie-Syndrom"
gehört; hier hat der
Sammler vollständig den
Überblick verloren und
sammelt quasi alles was
ihm in die Finger kommt,
angefangen vom
Verpackungspapier über
z. B. leere Coladosen
bis hin zu
Lebensmittelabfällen.
Abgesehen von solch
krankhaften Auswüchsen,
ist gegen das Sammeln
bestimmter Gegenstände
im Allgemeinen jedoch
nichts einzuwenden und
es kann das Leben des
Einzelnen durchaus
bereichern,
beispielsweise schöne
und seltene Spielwaren
zu sammeln.
Nicht zuletzt steigen
insbesondere limitierte
Gegenstände durchaus
auch im Wert und sollte
sich der Sammler eines
Tages entschließen, sich
von seiner Sammlung zu
trennen, kann er auf
einer Auktion durchaus
einen erklecklichen
Betrag für seine
geliebte Sammlung
erzielen.
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