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Vauban
Chronist Mittlands

 Alter: 39 Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 22.11.2005 Beiträge: 2221
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Auch von anderer Stelle aus wurde das Treiben der Drachensoldaten an der alten Ruine beobachtet. Be’tak und seine Kundschafter hatten eine kleine Anhöhe erreicht und verfolgten die Vorbereitungen. „Das muss der Atem des Drachen sein“, flüsterte Be’tak mehr zu sich selbst als zu seinen Gefährten. Ein ungutes Gefühl beschlich ihn.
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Dann wurden die Lunten angezündet. Die Rohre spuckten Feuer und Rauch. Ein Donnern wie tausend Gewitter ließ die Erde erbeben. Gewaltige Eisenkugeln wurden aus den Rohren gegen die Mauern der Festung geschleudert, und die Mauern stürzten ein. Menschen wurden durch die Luft geschleudert. Das Undenkbare wurde wahr. Der Atem des Drachen begann, die Mauern der Festung niederzureißen.
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Vauban
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Während die Drachensoldaten die Rohre unermüdlich nachluden, reagierte Be’tak sofort und schickte einige seiner Leute zurück, „berichtet Juras und den Anderen, was wir gesehen haben. Sie müssen sich beeilen. Die Festung wird dieser Zerstörungskraft nicht lange standhalten.“
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Vauban
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Wieder und wieder luden die Drachensoldaten die Geschütze, wieder und wieder feuerten sie mit ohrenbetäubenden Getöse die Rohre ab. Die Kugeln rissen große Löcher in die Mauern der Festung. Panik machte sich unter den Verteidigern breit. Was sollten sie gegen diese Waffe ausrichten? Nirgendwo auf der Festung waren die Verteidiger noch sicher. Große Trümmerstücke aus den Mauern erschlugen die Menschen. Aufgewirbelter Staub machte es fast unmöglich, noch die Hand vor Augen zu sehen.
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Die Waldläufer rannten so schnell, wie sie noch nie in ihrem Leben gerannt waren, und gaben Juras einen Bericht über den Angriff, „Artrac setzt den Atem des Drachen ein. Mit nur zweimal drei Waffen zerstören sie die Mauern der Festungen. Ihre Zerstörungskraft ist gewaltig. Wenn der Angriff nicht gestoppt werden kann, werden heute Abend die Festungen fallen. Be’tak bittet um schnelle Unterstützung. Nur wenige Soldaten bewachen die Rohre und die Katapulte.“
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Juras reagierte sofort, „Ekwus, folge mit deinen Reitern B’eman und seinen Kundschaftern so schnell wie du kannst, stört den Angriff! Greift die Wachmannschaft an. Wir werden euch so schnell folgen, wie wir können. Los, reitet wie der Wind! Ich wünsche euch viel Erfolg.“ Ekwus nickte knapp und eilte zu seinen Reitern. Schnell saßen sie auf und galoppierten den Waldmenschen hinterher.
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Dann wandte Juras sich an die übrigen, „ihr Anderen, geht zu euren Truppen! Wir ziehen los! Der Kampf um unsere Freiheit hat begonnen! Wir werden sie überrennen und Artrac bezwingen!“ Mit diesen Worten feuerte Juras die Rebellen an, und sie stimmten in seinen Schlachtruf ein. „für die Freiheit! Gegen Artrac!“ Bevor Numur zu seinen Kriegern lief, riss er den Arm mit dem Kampfstock in die Höhe und rief, „bei den Ahnen, wir werden den Atem des Drachen zum Erlöschen bringen oder selbst ersticken!“
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Kapitel X.
Ekwus jagte mit seinen Reitern den Waldmenschen hinterher. Die Zweige der Bäume peitschten ihnen ins Gesicht, aber sie legten unermüdlich Meile um Meile zurück. Nach etwas mehr als einer Stunde erreichten sie Be’tak und seine Leute, die sie bereits ungeduldig erwarteten. Mehrfach hatte Be’tak mit sich gerungen, die Geschütze im Alleingang anzugreifen.
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Der einseitige Kampf an der Festung hielt inzwischen unvermindert an. Hilflos mussten die Verteidiger auf den Wällen mit ansehen, wie ihre Festungsmauern Stück um Stück zerstört wurden. Sie hatten bereits viele Opfer unter den Trümmern zu beklagen. In der Zwischenzeit hatte auch der Beschuss der Katapulte wieder eingesetzt. An vielen Orten brannten bereits kleine Feuer, die die verbliebenen Männer und Frauen kaum noch in den Griff bekamen.
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Die Hauptleute Artracs begannen nun ihre Truppen für den Angriff zu sammeln. Sturmleitern wurden aufgenommen und die Soldaten zogen los. Das schwarze Meer aus Soldaten strömte auf die beschädigten Mauern der Festung zu, bereit sie zu überfluten und dem Erdboden gleich zu machen. Der Beschuss der Kanonen hatte Nihras Schützen stark dezimiert, umso entschlossener waren die Überlebenden und hielten ihre Pfeile für die anrückenden Feinde bereit.
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An der alten Ruine luden die Drachensoldaten unermüdlich die Rohre und Katapulte. Sie feuerten Schuss um Schuss ab. Plötzlich preschten jedoch die Reiter der Rebellen zwischen den Bäumen hervor. Bevor die Ersten der Wachen ihre Waffen gegen die Angreifer richten konnten, trampelten die Hufe der Pferde sie bereits nieder, und sie gingen zu Boden. Auch Be’tak und seine Leute kamen jetzt herbeigeeilt und unterstützten die Reiter mit ihren Waffen. Ein kurzer, heftiger Kampf entbrannte, den die Rebellen für sich entscheiden konnten.
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Nach ihrem Sieg eilte Ekwus zu Be’tak. „Wie können wir diese Unheilbringer zerstören?“ wollte der Rebell von Be’tak wissen. „Zerstören?“ antwortete dieser, „nein, ich habe eine bessere Idee. Wir wissen durch unsere Beobachtung, wie sie zu bedienen sind. Der Atem des Drachen soll seine eigenen Soldaten verschlingen.“ Ohne zu Zögern, beorderte Be’tak seine Leute an die einzelnen Geschütze. „Be’ram, B’esal an die erste Waffe...“ Ekwus akzeptierte widerspruchslos die Entscheidung des Waldmenschen und ließ daraufhin seine Leute das Gebiet der Ruine sichern.
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Während die Rebellen die überlebenden Drachensoldaten in der Ruine einsperrten, drückten und drehten die Waldmenschen an den Rohren, füllten abgemessene Pulvermengen ein und schoben die schweren Kugeln in die Rohre, genau so, wie sie es bei den Drachensoldaten gesehen hatten. Dann feuerten sie das erste Geschütz ab.
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Sie hatten mit diesem auf die weiter vorn stationierten Katapulte gezielt. Obwohl sie das erste Katapult um mehrere Meter verfehlten, warf die Druckwelle des Geschosss die Drachensoldaten zu Boden. Schnell korrigierten die Waldmenschen und bereits der nächste Schuss traf eines Katapulte.
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Die beiden übrigen Geschütze hatten auf das vorrückende Heer der Drachensoldaten gezielt. Auch hier gingen Soldaten reihenweise zu Boden. Die Verteidiger der Festungsanlage hatten zuvor schon das Ausbleiben des Beschusses bemerkt und nutzten die Feuerpause, um Verletzte zu bergen und weitere Feuer zu löschen. Als ihre Beobachter dann meldeten, dass die angreifenden Drachensoldaten von ihren eigenen Geschützen beschossen wurden, jubelten die Frauen und Männer auf den Festungen und schöpften neuen Mut.
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Der edle Ritter Selvic erkannte die Gunst der Stunde als Erster. „Sammelt die Reiter, wir machen einen Ausfall! Hilfe ist da, und so wir nehmen Artracs Soldaten in die Zange!“ Grölend folgten die Krieger dem Befehl des alten Kämpfer. Sie spürten, dass der sicher geglaubte Untergang vielleicht noch abgewendet werden konnte.
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