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Vauban
Chronist Mittlands

 Alter: 39 Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 22.11.2005 Beiträge: 2221
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Kapitel V.
Nachdem Ras geendet hatte, schaute er seinen Vater lange an. Dieser schwieg zunächst eine Weile. Dann begann er zu sprechen, „mein Junge, ich sehe, dass die Erziehung, die du erhalten hast, dich zu einem guten Menschen hat heranreifen lassen. Die allgegenwärtige Angst der Menschen hat dein Herz nicht ergriffen. Ich bin stolz auf dich – und dein Vater wäre es auch!“
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Vauban
Chronist Mittlands

 Alter: 39 Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 22.11.2005 Beiträge: 2221
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„Aber du bist doch mein Vater“, erstaunt blickte Ras den Mann, den er als seinen Vater kannte, an. „Mein ganzes Leben lang waren wir zusammen, erst als ich zum Schmied in die Lehre ging, schlief ich nicht mehr unter dem gleichen Dach wie du. Du brachtest mir das Laufen und das Reiten bei. Auch lehrtest du mich das Bogenschießen und die Klinge zu führen. Und beim Unbeschreiblichen, heute war ich froh über diese Lektionen.“
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Vauban
Chronist Mittlands

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„Und doch bin ich nur dein Ziehvater. Ich denke, es ist jetzt an der Zeit, dass du alles erfahren sollst. Setz dich.“ Nachdem alle am Tisch Platz genommen hatten, begann der Weißhaarige zu erzählen, „ich traf deinen Vater zum ersten Mal in Begleitung meines Vaters. Mein Vater war der oberste Jäger im Dienste des Königs...“
Fortsetzung folgt ...
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Rotrock
Gast
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herje wer ist denn nun der Vater ........
ist es am Ende noch Kaiser Franz oder gar Flavio Briatore ?
wie immer ein tolles Kapitel -die Figuren bewegen sich richtig -so gut sind Deine Beschreibungen
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Vauban
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Kapitel VI.
„Es war mein sechzehnter Geburtstag. Mein Vater nahm mich mit zu unserem Herrscher, König Juron. Es war Vaters Wunsch, dass ich bei ihm in die Lehre als Jäger gehen sollte. Dazu bedurfte es jedoch der Zustimmung des Königs. Wohlwollend erlaubte er meine Ausbildung.“
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Vauban
Chronist Mittlands

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„Dies war meine erste Begegnung mit deinem leiblichen Vater, König Juron von Mittland. Du bist nicht Ras, Sohn Hadors des Jägers, sondern Turas, jüngster Sohn des Juron mit seiner Gemahlin Aetera und Bruder des Turid. Königliches Blut fließt in deinen Adern, edel ist deine Abstammung.“ Ungläubig starrte Turas seinen vermeintlichen Vater an, „aber wie ist das möglich? Turas wurde mit seiner Mutter in den Drachenkriegen getötet.“
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Vauban
Chronist Mittlands

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„Dies war eine Lüge zu deinem Schutz. Alle Welt sollte glauben, dass du mit deiner Mutter beim Angriff auf die Lilienburg getötet wurdest. In Wahrheit aber brachte man dich vorher in Sicherheit. Als deine Mutter vom Pfeil ihres Mörders getroffen in den Burggraben sprang, hielt sie nur ein Bündel Kleider in Händen, nicht aber dich. Nachdem man ihre Leiche aus dem Wasser zog, glaubten alle, dass du ertrunken seist.“
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Vauban
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„Dann war es keine Namensgleichheit? Du bist wirklich der Hador, der König Juron auf seiner letzten Reise begleitet hat? Aber, wie kam ich dann in deine Obhut? Auch hieß es, niemand hätte den Anschlag Artracs auf der Hohen Burg überlebt.“ „Auch dies war eine Lüge, wenn auch nur zum Teil. Nachdem Artracs Heckenschützen uns für tot hielten, folgten sie ihrem Herrn ins Innere der Burg.“
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Vauban
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„Kaum dass sie weg wahren, zwängte Arn, der Wolfsmann, sich unter seinem Pferd hervor. Dieses war im Sterben auf ihn gestürzt und hatte ihn so vor den Pfeilen geschützt. So hatten Artracs Männer den Wolfsmann übersehen. Er eilte von Soldat zu Soldat, doch alle waren tot.“
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Vauban
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„Auch Harum, mein Vater, war ein Opfer dieses heimtückischen Anschlages geworden. Mich hingegen fand Arn schwer verwundet, mehr tot als lebendig an einem Pfeiler. Arn zog mich in eine Ecke des Burghofes, gab mir zu trinken und verband meine Wunden, so gut er nur konnte.“
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Vauban
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„Nachdem Arn dies getan hatte, verschwand er, und ich verlor die Besinnung. Als ich wieder zu mir kam, lag ich auf einem Karren und wurde durch einen Wald gefahren. Viele Male wurde ich ohnmächtig oder fiel in einen tiefen, aber unruhigen Schlaf. Wirre Träume verfolgten mich. Im Traum hörte ich immer wieder die Todesschreie meiner Begleiter.“
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Vauban
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„Als wir an eine Lichtung kamen, erwachte ich schweißgebadet, und ich hörte Stimmen, konnte aber kein Wort verstehen. Ich wurde vom Wagen getragen, und man legte mich vorsichtig unter einem großen Baum ab.“
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Vauban
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„Ich öffnete meine Augen und sah eine Gruppe von Waldmenschen vor mir. Ich musste also wieder in den Wäldern von Arboria sein, vorerst in Sicherheit. Sie gaben mir zu Essen und zu Trinken, danach versorgten sie meine Wunden. Von Arn war nichts mehr zu sehen.“
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Vauban
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„Danach schlief ich ein. Ich weiß nicht, wie lange ich geschlafen habe. Aber als ich erwachte, fühlte ich mich viel besser. Die Wunden schmerzten noch, aber ich konnte aufstehen. Dann sah ich Arn. Er hatte ein Kind - dich, Turas – auf dem Arm. Mit den Worten >Dies ist Jurons Sohn Turas, er entkam den Häschern Artracs. Sie glauben, dass auch er tot ist. Hador, ich möchte, dass du dich um ihn kümmerst. Sei sein Ernährer und sein Lehrer, sei du nun sein Vater.< Fassungslos nahm ich dich an mich.“
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Vauban
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„Arn sprach weiter, >die Wölfe haben Recht behalten, der Krieg ist ausgebrochen. Die Heerscharen Artracs bedrängen Mittland. Ich will sehen, ob ich etwas ausrichten kann. Achte gut auf Turas, vielleicht wird er einmal unsere Rettung sein.< Dann verschwand Arn, wie es so seine Art war. Es vergingen viele Jahre, bis ich ihn wieder sah.“
Fortsetzung folgt ...
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