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Martin Luther

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Nach einer Erzählung des Portal Mitgliedes Junker Jörg "Im Namen des Herrn unterwegs" Die original Geschichte ist im Forum nachzulesen.

Am 10. November 1483 gibt es Nachwuchs im Hause Hans und Margarete Luder in Eisleben. Kaum jemand ahnt die Umbrüche, die der Welt in den folgenden Jahren ins Haus stehen würden: Die Erfindung des Buchdruckes, der erste Globus, die Erkenntnis, daß sich die Erde um die Sonne dreht und natürlich:
 

Die Reformation.
 

ML1.jpg Luthers Namenspatron: Der Heilige Martin

Schon am nächsten Tag wird das Kind getauft und nach dem Namenspatron, dem Heiligen Martin, benannt. Später wird Martin Luder seinen Nachnamen in „Luther“ ändern. Kurz drauf die Familie von Eisleben nach Mansfeld. Der aufstrebende Kupferbergbau läßt die Familie Luther 1491 zu den angesehensten Familien der Stadt gehören.
ML2.jpg Fegefeuerfurchtvorstellung

Wie seine Umwelt war auch Luther von der Angst vor dem raschen Tod geprägt. Die Vorstellung, ohne Beichte sterben und Gott als strengem Richter gegenübertreten zu müssen, verängstigte die Menschen. Fegefeuerqualen als Sündenstrafe - das waren die Erwartungen an das Leben nach dem Tod. Reliquienkult und Walfahrten in der Hoffnung, sich bei Gott Pluspunkte erwerben zu können, prägten das Leben der Menschen zu Luthers Zeit.

ML3.jpg Universität Erfurt

Im Jahre 1501 beginnt Martin Luthers Studentenleben. An der Universität Erfurt studiert er Jura - sein Vater hofft, als Jurist werde sein Sohn Martin ein angesehens und gesichertes Leben führen können.

 

ML4.jpg Blitzschlag bei Stotternheim

Bei einem Spaziergang in der Nähe von Stotternheim gerät der junge Student Martin Luther 1505 in ein heftiges Gewitter. Er fürchtet um sein Leben und - viel mehr noch - die Qualen des Fegefeuers, da er nicht beichten war. In seiner Verzweiflung gelobt er, Mönch zu werden, sollte er das Gewitter überleben.

 

ML5.jpg Augustinerkloster Erfurt

Luther steht zu seinem Wort und tritt noch im selben Jahr ins Augustinerkloster Erfurt ein. Während ihn seine Studienfreunde an der Klostertür verabschieden, mach sein Vater keinen Hehl daraus: Er ist über diese Entscheidung alles andere als begeistert, hatte er seinem Sohn doch die Juristenlaufbahn nahegelegt.

 

ML6.jpg Theologiestudium im Kloster

Im Kloster wird Luther Priester und studiert Theologie. Doch während Luther in der Bibel und den Theologischen Schriften in seiner Angst vor Fegefeuer und Gericht nach Zuspruch und Trost sucht, treten vor den Klostermauern Prediger auf, die sich genau diese Ängste der Menschen zu Nutzen machen.
 

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Für Geld, so erzählt man den Leuten, könne man Ablaßbriefe kaufen, in denen der Papst die Vergebung der Sünde und die Bewahrung vor dem Fegefeuer garantiere. Die Kirche braucht das Geld zum Bau des Petersdoms - und um den kostspieligen Lebensstandard Papst Leos X. zu finanzieren.
 

ML8.jpg Anschlag der 95 Thesen

Einige Zeit später wird Luther zum Professor an die Universität Wittenberg berufen. Dort kommt ihm die Erleuchtung bei der Lektüre des Römerbriefes. Da liest er, „daß der Mensch gerecht wird ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben“. Die teuer bezahlten Ablaßbriefe waren also genau so nutzlos wie die mechanischen Gebete. Was die Menschen wirklich näher zu Gott bringt, ist alleine der Glaube. Diese Erkenntnis ist für Luther so bedeutend, daß er sie am Vorabend des Allerheiligenfestes in 95 Thesen zusammengefaßt an die Tür der Schloßkirche in Wittenberg schlägt. Man schreibt den 31. 10. 1517 - später einmal werden die Protestanten an diesem Tag in Erinnerung an den Thesenanschlag den Reformationstag feiern.
 

 

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