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Zurück zu Kapitel I
Nach einer Erzählung
des Portal Mitgliedes
Vauban,
der Chronist Mittlands.
Die original Geschichte ist im
Forum nachzulesen.
Kapitel II:
Am nächsten Morgen brach die kleine Gruppe in aller Frühe
auf, verabschiedete sich vom Gastwirt und seiner Frau und
zog in Richtung der Hauptstadt weiter. Sie fuhren über
schmale Wege entlang weiter Felder. Um sich die Reisezeit zu
verkürzen, sangen sie fröhliche Lieder, und am Ende des
dritten Tages sahen sie endlich am Horizont die Mauern und
Türme der Stadt.
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„Lasst uns hier am Waldrand übernachten“, sprach der alte
Mann zu seinen Gefährten. „Die Stadt werden wir bei
Tageslicht nicht mehr erreichen, und hier ist ein guter
Platz zum Lagern.“ Ohne eine Antwort abzuwarten, sprang er
vom Wagen und zeigte eine Stelle am Waldrand, an der sie die
Wagen abstellten. Nur wenige Meter entfernt verlief ein
kleiner Bach. Hier konnten sie frisches Wasser für sich und
ihre Tiere schöpfen und sich nach der staubigen Reise
erfrischen. |
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Rasch hatten die Schausteller ihr kleines Lager
aufgeschlagen. Die Tänzerin machte sich alsbald daran, eine
Mahlzeit zuzubereiten. „Wo ist der alte Mann?“, fragte sie
ihre Gefährten, „eben war er noch da. Das Essen ist fertig.“
„Er verschwand im Wald. Ich denke, er braucht im Augenblick
keine Gesellschaft“, antwortete Urs, der Bärenbändiger, mit
einem Grinsen im Gesicht. „Lasst uns essen.“ Mit großem
Appetit nahmen sie die Mahlzeit zu sich. |
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Nach einer Weile kehrte der alte Mann zurück zu seinen
Gefährten. Mit großer Geste bot ihm der Spielmann einen
Platz am Lagerfeuer an. „Jetzt, wo wieder Platz im Magen
ist, lang kräftig zu. Es ist reichlich vorhanden“, sprach er
mit vollen Backen zu dem Alten. |
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Dieser nahm Platz und füllte seine Schüssel mit etwas
Fleisch. „Ja, wir müssen uns stärken. Uns stehen große Mühen
bevor.“ Urs wandte sich an den alten Mann, „mein Freund,
nicht, dass ich dich jemals lachen gesehen hätte, aber nun
erscheint mir dein Gesicht noch ernster als sonst. Was
bedrückt deine Seele?“
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Doch der Alte blieb stumm. Das Schweigen des Alten wirkte
ansteckend. Das Gespräch am Feuer verstummte, und alle
legten sich zum Schlafen nieder. Nur der Einäugige blieb
wach und legte von Zeit zu Zeit ein Stück Holz nach, damit
das Feuer nicht ausging.
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Regungslos starrte er in die Funken. Es war eine klare
Vollmondnacht, und groß stand der Mond am Himmel.
Mitternacht war bereits vorbei, als in der Ferne ein Wolf
heulte.
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Der Alte stand auf, lauschte dem Wolf und murmelte in seinen
Bart, „ja, mein Freund, ich muss mich dieser Aufgabe
stellen. Man wird mir nicht glauben, und so wird sich das
Schicksal erfüllen.“
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Dann warf er noch einen Holzscheit ins Feuer, legte sich zu
den anderen und schlief ein. Bei Sonnenaufgang erwachte die
Gruppe. Das Lager wurde abgebaut, die Glut gelöscht, und sie
machten sich auf den Weg zur Stadt.
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Die Schauspieler schwatzten aufgeregt durcheinander, auch
der Alte nahm an der Unterhaltung einsilbig teil. Je näher
sie den Toren der Stadt kamen, umso größer wurde die Zahl
ihrer Wegbegleiter.
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Aus den entlegensten Winkeln des Königreiches und der
Nachbarländer kamen die Besucher. Es schien, als wollte
jeder Bewohner des Landes dem Turnier als Zuschauer
beiwohnen. |
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Nachdem sie endlich das Stadttor passiert hatten, sagte der
Alte zu Irin, „folgt der Straße bis zur Winkelgasse, kehrt
dort im „Goldenen Ochsen“ ein. Sagt dem Wirt, >Arn, der
Wolfsmann schickt euch.< Er wird euch Platz für die Wagen,
einen Raum zum Schlafen und eine warme Mahlzeit zu einem
fairen Preis geben. Ich habe an anderer Stelle noch etwas zu
erledigen.“ „So lange begleitest du uns nun schon, und erst
jetzt erfahren wir deinen Namen.“ „Mein Name war und ist
unwichtig. Doch der Wirt ist ein alter Freund und schuldet
mir noch einen Gefallen.“ So sprach Arn, der alte Wolfsmann,
und verschwand in der Menge. |
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Während sich die Schauspieler zum „Goldenen Ochsen“
aufmachten, folgte der Alte einer kleinen Seitengasse tiefer
in die Stadt hinein. Je weiter er vordrang, umso weniger
Menschen begegneten ihm. Endlich war er allein in den engen
Gassen. Hoch erhoben sich die Häuser zu seiner Rechten und
Linken.
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Immer wieder schaute er sich um. Sorgsam war er darauf
bedacht, dass ihm niemand folgt. Schließlich erreichte er
ein schmales Haus. Nach einem weiteren aufmerksamen Blick
klopfte er an die schwere Eichentür.
...
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