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Nach einer Erzählung
des Portal Mitgliedes
Vauban,
der Chronist Mittlands.
Die original Geschichte ist im
Forum nachzulesen.
Kapitel I:
Achtzehn Jahre (und zwei Wochen) sind seit
der Ermordung der fünf Herrscher vergangen. Vieles hat sich
in dieser Zeit verändert. Artrac setzte seinen Plan, die
Königreiche unter seine Herrschaft zu bringen, unverzüglich
nach seiner Rückkehr von der Hohen Burg in die Tat um.
Zunächst wurde Mittland von den Truppen Artracs bedrängt.
Nach vierzehn Monaten Kampf nahmen seine Soldaten die
Hauptstadt Mittlands und die Lilienburg ein. Der gelbe
Drache, das Wappentier Großlord Artracs, verdrängte Jurons
Lilien.
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Auch in den
anderen Königreichen herrschte Verwirrung nach dem Tod ihrer
Könige, und Artrac zog hieraus seinen militärischen Nutzen.
So fiel das Südreich nur acht Monate später, und das
Seenland folgte nach nur weiteren fünf Monaten. Die Soldaten
der unterlegenen Reiche wurden entwaffnet, und Lords aus dem
Nordreich übernahmen die alten Ländereien.
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Nur das
Bergreich unter der Führung von Königin Sellinas, der Witwe
Nihirs, leistete den Drachensoldaten erbitterten Widerstand.
Über ein Jahr lang versuchten Artracs Männer, die
Bergfestungen der Kalten Berge einzunehmen, aber sie
scheiterten. Zu hoch waren die Mauern, zu groß der
Widerstand der Bergmenschen, und so mußte sich Artrac
geschlagen geben.
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Nach fast vier
Jahren ununterbrochenen Kämpfens sammelte Großlord Artrac
seine Soldaten und begann, sein Herrschaftsgebiet neu zu
ordnen. Aus diesem Grund versammelte er seine Lords in der
Halle der Drachen, seinem Thronsaal. Als erstes ließ er sich
in einer feierlichen Zeremonie zum Höchsten Lord krönen. |
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Gleichzeitig
blieb er aber auch der Großlord des Nordreiches.
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Als erste
Amtshandlung als Höchster Lord ernannte er die Lords Tremor
und Drac zu Großlords. Er gab ihnen als Herrschaftsgebiete
das Seenland und Mittland. Damit belohnte er sie für ihre
Treue und sicherte sich diese auch für die Zukunft.
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Sie herrschten
mit harter Hand über die Bevölkerung und erhoben hohe
Steuern. Willkür und Gewalt traten an die Stelle von
Gerechtigkeit und Güte. Die Bevölkerung verarmte, während
die neuen Großlords gewaltige Reichtümer ansammelten.
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Seinem Sohn
Tracansis übertrug Artrac die Herrschaft über das ehemalige
Südreich. Obwohl er noch jung an Jahren war, galt Tracansis
als gefürchteter Kämpfer und kluger Stratege. Als seinen
ersten Lord berief Tracansis Fridis, einen Hauptmann der
Schwarzen Truppen, der sich durch besondere Grausamkeit
gegenüber seinen besiegten Feinden ausgezeichnet hatte.
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Viele Menschen
versuchten in das Widerstand leistende Bergreich zu
entfliehen. Wahre Flüchtlingsströme brachen in die Berge
auf. Sie ließen ihr Heim, ihre Freunde und ihre Verwandten
zurück, um ihr Glück im Bergreich zu versuchen.
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Um dies zu
unterbinden, ließ Artrac die in Ost-West-Richtung
verlaufende Kleine Handelsstraße durch eine gewaltige
Torfestung versperren. Drei Jahre wurde an ihr gebaut. Sie
sollte verhindern, dass die Menschen Artracs Reich
verließen. Der neue Großlord Tremor überwachte
höchstpersönlich den Fortschritt der Bauarbeiten.
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Was aber war
mit dem sechsten Königreich? Auch das Königreich des Morgens
wurde nach dem Tod König Ramirs von Unruhen heimgesucht.
Doch dann sammelte ein Mann die führungslosen Soldaten unter
sich und stellte die Ordnung wieder her. Niemand wusste,
woher er kam. Niemand kannte seinen Namen. Vom Volk wurde er
nur der Kalif genannt.
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Die Menschen
der Fernen Landen wussten nicht, dass der Kalif nur ein
Strohmann Artracs war. Nach seinen Erfahrungen mit dem
Bergreich war Artrac gegen das sechste Königreich im
Verborgenen vorgegangen. Mit Gold und Juwelen hatte er die
Machtübernahme des Kalifen ermöglicht.
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Nachdem er seine Macht gefestigt hatte, ließ
der Kalif seine Maske fallen und unterdrückte mit Hilfe
seines ihm inzwischen loyal ergebenen Heeres die
Bevölkerung. Aus dem Befreier, dem Ordner, wurde der Dunkle
Kalif, der nur noch Eines im Sinn hatte, den eigenen
Reichtum zu vermehren.
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Das Volk im Reich der Drachen, wie die fünf
Königreiche nun genannt wurden, litt bittere Not. Es blieb
den Bauern von ihrer Ernte kaum genug, dass sie selbst satt
wurden. Die Städte drückten hohe Steuern. Wo einst fröhliche
Menschen zu sehen waren, traf man nun nur noch ernste und
hungrige Gesichter.
Fortsetzung folgt ...
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