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Mit dem richtigen Kinderschuh gut unterwegs
Der beste Schuh für ein Kind ist der, den es nicht tragen braucht. Denn
für eine gesunde Entwicklung des Fußes ist barfuss gehen, und das so oft
wie möglich, der beste Grundstein.
Da aber im Verlauf des Lebens ein Schuh unverzichtbar ist, braucht
dieser auch ganz bestimmte Eigenschaften. Für einen gesunden Fuß werden
schon mit dem ersten Schuh die Weichen gestellt. Doch wie sieht der
richtige Kinderschuh eigentlich aus?
Zunächst darf der Schuh keinesfalls drücken oder einengen. Die Füße,
insbesondere die Zehen, müssen genug Bewegungsfreiheit haben. Vorne
sollte mindestens ein Spielraum von einem Zentimeter für die Zehen sein.
Der ideale Schuh ist aus weichem Leder und die Sohle elastisch genug, um
ein gutes Abrollen zu ermöglichen. Die Sohle darf auch nicht zu dünn und
nachgiebig sein, sonst spürt das Kind jeden Stein. Der Schuh muss in
erster Linie Halt geben. Einfach selber den Schuh in die Hand nehmen und
biegen – fühlt er sich hart und steif an, so ist es nicht der richtige
Schuh. Ideal ist auch ein atmungsaktiver Schuh, in dem der Kinderfuß
nicht so leicht schwitzt, denn häufiges Schwitzen kann schnell zu
Hautentzündungen führen.
Wenn möglich sollte ein Kinderschuh
auch wasserdicht sein. Doch das Wichtigste: Richtig passen muss er, und
zwar in der Länge, Breite und Höhe.
Seit über dreißig Jahren gibt es ein verlässliches Maß, das den
Kinderfuß in Kategorien von Weit, Mittel oder Schmal einstuft. Ebenfalls
berücksichtigt werden bei den Schuhgrößen der Zehenspielraum und
zusätzlich ein Zuwachs von 6 mm. Lässt man im Fachhandel sein Kind auf
einer solchen Tabelle stehen und den Fuß messen, kann ganz leicht die
richtige Größe ermittelt werden.
Beim Kauf sollte das Kind immer dabei sein und den Schuh anprobieren.
Und kann es selbst noch nicht sagen, ob der Schuh drückt, so wird eine
Fachverkäuferin sicher die richtige Passform ermitteln können. Besonders
geeignet für einen Schuhkauf ist übrigens der Nachmittag, denn weil sich
die Füße im Lauf des Tages leicht vergrößern, hat man dann am ehesten
die Gewähr, nicht zu kleine Schuhe zu kaufen. Es spricht auch nichts
dagegen, von Geschwistern Schuhe aufzutragen. Doch gerade dann ist es
wichtig zu überprüfen, ob der Fuß richtig im Schuh sitzt und die Verse
auch genug Halt hat.
Kinder wachsen schnell und Kinderfüße besonders schnell. Der teuerste
Schuh ist nicht unbedingt der beste. Darum sollte man sich immer im
Fachhandel beraten lassen, denn es kann durchaus sein, dass ein Kind
innerhalb eines Jahres drei Schuhgrößen hat.
Erst ab dem 6. Lebensjahr reichen 2 Fußmessungen im Jahr aus. Man kann
auch selbst die Spielraum für die Zehen prüfen: Drückt man den Daumen
zwischen Schuhspitze und dem großen Zeh quer in den Schuh und lässt sich
das Leder soweit eindrücken wie der Finger breit ist, dann ist dieser
Platz genau richtig. Auch eine Schablone, die man vom Kinderfuß
angefertigt hat und die locker in den Schuh gleitet, zeigt die richtige
Passform an.
Nach wie vor gilt jedoch, das Kind so oft wie möglich barfuß laufen
lassen. Das trainiert nämlich die Fußmuskulatur, wie es kein Schuh der
Welt kann.
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