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Wie hat sich unser Leben durch das Internet geändert. Welche Chancen
und Risiken existieren.
1995: Wir leben in der guten alten Zeit. Zwar gibt es schon PCs
„persönliche Computer“ und Internet, aber für kaum jemanden hat das
reale Bedeutung. In kaum einem Büro gibt es schon einen
„Online-Anschluss“, die Kommunikation läuft über Briefe und Telefon, in
der Buchhaltung werden Karteibögen gepflegt und wenn es PCs gibt, dann
werden sie fast nur als bessere Schreibmaschinen genutzt...
2007: In der Gegenwart sind PCs und Internet nicht mehr
wegzudenken. Wer etwas kaufen oder versichern will, schaut irgendwann
ins Internet, um mehr Angebote zu bekommen oder Angebote zu vergleichen.
Neben dem Telefon wird die Kommunikation per E-Mail immer wichtiger. Das
Internet ist so normal wie Fernsehen oder Telefonieren.
Kommunizieren, Konsumieren und Kaufen - in allen drei Bereichen hat
das Internet unser Leben in den letzten 12 Jahren verändert.
Wir kommunizieren mehr über elektronische Systeme wie E-Mail aber auch
in Foren wie sie von Zeitungen und Zeitschriften angeboten werden. Damit
wird die Kommunikation stärker asyncron und ist nicht mehr syncron wie
beim Telefon oder bei der Face-to-Face Kommunikation. Falls diese
tatsächlich reduziert wird (was bisher nicht nachgewiesen wurde) tritt
eine Veränderung ein, die nicht von allen positiv gesehen wird.
Kommunikation kann so vermittelter (umständlicher und zu mehr
Missverständnissen führend) werden. Wenn man allerdings sich genau
überlegt, welcher Art der Kommunikation für den jeweiligen Zweck die
geeignetere ist, dann gewinnt man durch die neuen Kanäle Möglichkeiten
zur Flexibilität.
Konsumieren bedeutet heute eine geringer Nutzung von Massenmedien wie
Fernsehen und Zeitung/Zeitschrift und eine stärkere Nutzung interaktiver
Medien wie Flickr oder YouTube. Es ist aber kaum als Fortschrift
anzusehen, wenn man statt „vor der Glotze zu hängen“, bei YouTube „sich
ein Video nach dem anderen reinzieht“. Wenn man aber die neuen
Möglichkeiten zur Interaktion und zur Kommunikation nutzt, dann führt
man sein Verhalten vom passiven Konsum in aktives Handeln über.
Kaufen bedeutet heute auch Recherchieren im Internet und anschließendes
Erwerben(von Reisen, Autos, Büchern, Versicherungen etc.) über das
Internet. Wer gezielt nach preiswerten und günstigen Gebrauchtartikel
bei ebay oder amanzon fahndet und diese auch mit den Offline-Angeboten
vor Ort vergleicht, kann hier durchaus Geld sparen. Es ist aber nicht
sinnvoll, nur im Internet zu schauen oder vor Begeisterung bei ebay
mitzubieten bis sich das Konto verweigert, dann wird’s nämlich teuer.
Die Digicam bei ebay (Einstiegspreis 1 Euro) kosten dann schon mal das
Doppelte wie die baugleiche Digicam als Sonderangebot bei Händler um die
Ecke.
Doch wie sieht es in 12 Jahren aus.?
2019: Der Nutzer surft nicht mehr nur, sondern nimmt aktiv Einfluss auf
das Internet. Er schreibt mehrfach in Woche per Mail, SMS, von seinem
Auto-Bordcomputer oder von seinem PC am Arbeitplatz und zuhause an
seinem WebLog, teilt seine Fotos und Filme mit Bekannten und Unbekannten
auf Tauschseiten wie Flickr und YouTube, (diese Fotos kommen automatisch
von seinem Handy) erweitert aktiv das Wissen in Online-Enzyklopädien wie
Wikipedia und empfiehlt seine Favoriteneinträge bei Mr. Wong.
Nachrichten liest er nicht mehr, sondern klassifiziert und bewertet sie,
wodurch er deren Bedeutung mitbeeinflusst. Das ist dann Web 3.0 (o.
Web 2.51).
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