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Fitness!    


Männer sind eitel. Sogar derart, das wir, beginnend mit 40, dem Fitnesswahn die kalte Schulter zeigen. Was brauchen wir Sport und Bewegung? Das erste gibt es im Fernsehen, das zweite holen wir uns beim Gang zur Pommesbude. Spätestens ab 45 präsentieren wir unsere Hülle und Fülle voller Stolz der Allgemeinheit. Ja, Männer sind ganz schön resistent gegen jegliche Modetrends.

Frauen aber auch, was die Eitelkeit angeht. Und sie, also die Frauen, scheinen ein Rezept zu haben, welches sie der Männerwelt nicht mitteilen. Denn irgendwie sehen Frauen länger hübsch und, desöfteren bis ins hohe Alter hinein, graziler aus. Und natürlich gibt es einen Unterschied: Frauen lesen Frauenzeitschriften, Männer eben Männerzeitschriften. Das ist das ganze Geheimnis. Die Männerwelt wird in einem Automagazin wohl niemals leckere Rezepte finden, oder den neuesten Trend der Diätliga.

Aber spätestens, wenn die ersten drei Stufen nur mit lautem Japsen erklommen werden können, lassen wir den ganzen Kerl raus. Die Erkenntnis, dass wir etwas für uns tun müssen, kommt wie ein Geistesblitz. Und da wir ganze Kerle sind, heißt es von nun an: nicht kleckern, klotzen.

 

Als erstes kommt der obligatorische Besuch in einer Muckibude. Schließlich muss dort, wo vor 20 Jahren noch Muskeln zu sehen waren, erst einmal die dezente Speckschicht weg. Manche beginnen sich auch zu besinnen, dass sie zwei Beine zum Laufen haben. Also, was haste, was kannste, ab in den nächsten Sportladen, und Laufschuhe der neuesten Generation kaufen. Natürlich wollen wir uns im gesamten Outfit der Allgemeinheit präsentieren. Da darf natürlich die Radlerhose, dezent anliegend und in herrlichem Polyamid glänzend, nicht fehlen. Schließlich ist Stil angesagt.

Es ist ab jetzt egal, was Sie tun. Und noch egaler ist es, ob Mann oder Frau sich dem Fitness zuwendet. Der Anfang ist bei fast allen verkehrt. Umfangreiche Studien haben nachgewiesen, dass Gewichtsreduzierung, eine stabile Fitness und ein adäquates Aussehen, eine komplette Umstellung der Essgewohnheiten unabdingbar sind. Ein Muskelaufbau erfolgt nur dann, wenn unser Körper, mit Hilfe der Ernährung, ein inneres Gleichgewicht hergestellt hat.

Erste Regel: lassen Sie sich nicht von irgendwelchen Zeitschriftenbildern lenken. Beginnen Sie niemals sofort mit einem körperlich anstrengenden Training.

Zweite Regel: in der heutigen Zeit steht Ernährung nur noch für „satt werden“. Beginnen Sie mit der Umstellung der Brotsorten, bis hin zu einer abwechslungsreichen Küche.

Warum sollten Sie kein kraftzehrendes Training, wie z. B. Joggen, anfangen? Alle Gesundheitsstudien sind sich mittlerweile einig, das Joggen unsere Gelenke deformiert. Sie sollen nicht laufen, sondern schlenzen. Manche bezeichnen es auch als „joggeln“, also eine langsame, aber kontinuierliche Bewegung.

Die von allen Universitäten empfohlene Bewegungsart ist die „von unten nach oben“. Damit ist Schwingen gemeint. Was bewirkt dieser Ablauf? Beim Schwingen werden sämtliche Muskeln und Organe in Bewegung versetzt. Hierbei produziert der Körper Unmengen von körpereigenen Medikamenten. In einer Klinik im Schwarzwald werden Diabetespatienten mit dieser Bewegungsart 30 Tage behandelt, und danach vollkommen geheilt entlassen. Ohne Medikamentenzufuhr. Zudem wird unsere Haut und unsere Muskeln gestrafft, die Gelenke komplett neu geschmiert. Selbst Ihre Bandscheibe wird nach wenigen Tagen wieder „Du“ zu Ihnen sagen. Für diesen Bewegungsablauf benötigen Sie ein medizinisches Trampolin.

Ebenfalls elementar wichtig ist Wasser. Bitte kein Mineralwasser, und dann womöglich noch mit Kohlensäure. Gemeint ist hier Leitungswasser, nach Möglichkeit irgendwie gefiltert. Dies ist wichtig und ich verweise hier dringendst auf entsprechende Literatur in den Büchereien.

Lassen Sie sich auf keinen Fall durch Medienwerbung in die Irre führen. Mit falschem Sport, falschen Leitbildern in Beauty und Fashion, werden Millionen Euros verdient. Und ganz zum Schluss steht die Pharmaindustrie, um Sie mit nicht brauchbaren Vitaminpräparaten irgendwie am Leben zu halten. 

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